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Tote Krieger

Für mich sah er immer aus wie eine tote Taube im Winter. So starr auf der Seite und den Kopf nach hinten weggewinkelt.
Ein Fenster dort wo sein Herz ist. Irgendwer hat es immer verkratzt. Man konnte nichts sehen nur die weißen Kratzer, die Moleküle der Oberfläche, aufgewühlt.
Wie sich die Hand bewegt und der Arm hängt, so kratzt man mit dem Schlüssel das Glas, wahrscheinlich synthetisch. Der Anatomie folgende Riefen. Wie alternativlos, gefangen in Arretierung und physischer Notwendigkeit.

Der Liegende ist darüber hinweg. Es wird trotzdem solange gekratzt bis das Fenster zu seinem Herz aussieht wie die zerkratze Eisoberfläche eines Sees im Winter, die zum Vergnügen befahren von Eisen und Stahl von Körpern markiert wird, bis sie wieder in der immer währenden Gleichheit und Einheit des Wassers versinkt. Die hinterlassenen Metallspäne sinken herab und sammeln sich und sammeln sich am Grunde an. Und stapeln sich Jahr für Jahr bis ein See aus Stahl zurückbleibt. Ein Bad scheint unmöglich außer zum Fun. Auto-aggressiv, selbst verletzend, auf der Suche nach Ablenkung. Die Oberfläche ein Fenster zum Herz der Welt zerkratzt auf der Suche nach dem Moment, der Ablenkung der Geschwindigkeit. Zu zweit, parallel, Arm in Arm, mühelos, nach vorne, aus dem Moment, im Rhythmus.

Die Fahrt unangemessen schnell. Schneller als die Mühe der Beschleunigung verspricht.

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